
Zusatzlehrveranstaltungen
Univ.-Prof. Dr. med. Dr. phil. Josef Zeitlhofer „Schlaf und Schlafstörungen“
Es wird die Physiologie und Pathophysiologie des Schlafes, die Epidemiologie von Schlafstörungen, sowie die Diagnose von Schlaf- und Vigilanzstörungen, mit Hilfe verschiedener subjektiver und objektiver Testuntersuchungen für Schlaf und Vigilanz besprochen.
Die Therapie von Schlafstörungen (Übersicht über die nichtmedikamentösen, medikamentösen und apparativen Behandlungsmethoden), besonders die psychologischen Aspekte von Schlafstörungen sind ein spezieller Schwerpunkt.
Ein Themenschwerpunkt sind die in der Praxis wichtigsten Schlafstörungen (z.B.Insomnie), bei denen nichtmedikamentöse (psychologische/psychotherapeutische) Maßnahmen zum Einsatz kommen.
Spezielle Themenkreise sind Schlaf und Gedächtniskonsolidierung, Schlaf und Chronobiologie sowie soziokulturelle Aspekte des Schlafes.
Traum, Traumerleben, Erfassen von Trauminhalten , Störungen des Träumens und die Bedeutung von Träumen in der Psychotherapie sowie Tagtraum und lucider Traum sind ein weiteres wichtiges Kapitel.
Die Teilnehmer sollen auch einfache diagnostische Schritte der Schlafmedizin praktisch erlernen und Fähigkeiten für Betreuung von Projekten der Schlafforschung erwerben.
Seminar Termine:
29.04.2013; 17.30 - 20.30 Uhr
02.05.2013; 17.15 - 20.15 Uhr
08.05.2013; 17.30 - 20.30 Uhr
29.05.2013; 17.30 - 20.30 Uhr
Anni Bergman, Ph. D. „Psychoanalytische Kleinkindforschung und Mutter-Kind-Interaktion“
Anni Bergman war mehrere Jahre als Musiklehrerin tätig, bevor sie sich zur Kinderanalytikerin ausbilden ließ. Ihre Lehranalytikerin war Margaret Mahler. Als deren Mitarbeiterin beteiligte sie sich ab 1959 an Untersuchungen über Säuglinge und deren Mütter am New Yorker Masters Children's Center. Ziel war es herauszufinden, auf welche Weise Kinder das Gefühl individueller Einheit entwickeln. Die Ergebnisse wurden 1975 in dem bekannten Buch „The Psychological Birth of the Human Infant“ publiziert (1978 auf Deutsch erschienen „Die psychische Geburt des Menschen“). Darin wird Mahlers Loslösungs- und Individuationstheorie vorgestellt und der Entwicklungsprozess von der Mutter-Kind-Symbiose zur Bildung von Selbst- und Objektrepräsentanzen während der ersten drei Lebensjahre beschrieben
weiter lesen...Seminar Termine:
27.05.2013; 18.00 - 20.30 Uhr
31.05.2013; 18.00 - 20.30 Uhr
05.06.2013; 18.00 - 20.30 Uhr
12.06.2013; 18.00 - 20.30 Uhr
14.06.2013; 18.00 - 20.30 Uhr
19.06.2013; 18.00 - 20.30 Uhr
Dr. Johanna Gerngross „Notfallpsychologie UE"
Die Lehrveranstaltung bietet – im Idealfall als Ergänzung zur Vorlesung „Notfallpsychologie“ - die Möglichkeit, ausgehend von den theoretischen Grundlagen, die wichtigsten notfallpsychologischen Interventionen und Techniken aktiv zu erlernen. Anhand von realen Praxisfällen werden Gesprächsführung und Interventionen der Akut- und Stabilisierungsphase eingeübt und reflektiert.
Ziel ist die Vermittlung basaler notfallpsychologischer Handlungskompetenzen für einen professionellen Umgang mit Betroffenen von Notfallsituationen.
Inhalt:
- Grundlagen der Gesprächsführung in der Notfallpsychologie
- Umgang mit Überwältigung und Vermeidung
- Spezifische Interventionen und Situationen
- Umgang mit suizidgefährdeten Menschen
- Interventionen bei Schuld und Schuldgefühlen
- abseits von den verpflichtenden Lehrveranstaltungen sich eigenen und interessanten Inhalten der Psychologie/Psychotherapie zu widmen
- Raum für Begegnung für alle interessierten SFU-Studenten zu schaffen
- Ideen und Themen für zukünftige Abschlussarbeiten in offener Atmosphäre zu diskutieren
- Grundlagen der Analyse von wissenschaftlichen Studien zu erlernen oder zu vertiefen
Literaturangaben:
Bohnsack, R., Loos, P., Schäffer, B., Städtler, K. & Wild, B. (1995). Die Suche nach Gemeinsamkeit und die Gewalt der Gruppe. Hooligans, Musikgruppen und andere Jugendcliquen. Opladen: Leske und Budrich.
Brunner, M. (2011a). Die Kryptisierung des Nationalsozialismus. Wie die Volksgemeinschaft ihre Niederlage überlebte. In Brunner, Markus et al. (Hg): Volksgemeinschaft, Täterschaft und Antisemitismus. Beiträge zur psychoanalytischen Sozialpsychologie des Nationalsozialismus und seiner Nachwirkungen. Gießen (Psychosozial), S. 169-194.
Foucault, M. (1983). Sexualität und Wahrheit. Der Wille zum Wissen. Frankfurt: Suhrkamp-Verlag.
Freud, S. [1938] (1994). Abriss der Psychoanalyse. Einführende Darstellungen. Frankfurt: Fischer-Taschenbuch-Verlag.
Lévi-Strauss, C. (1978). Traurige Tropen. Frankfurt: Suhrkamp-Verlag.
Loos, P. (1998). Mitglieder und Sympathisanten rechtsextremer Parteien. Das Selbstverständnis von Anhängern der Partei „DIE REPUBLIKANER“. Wiesbaden: Deutscher Universitäts- Verlag.
Ofner, U. S. (2003). Akademikerinnen türkischer Herkunft. Narrative Interviews mit Töchtern zugewanderter Familien. Berlin: Weißensee Verlag.
Sprenger, A. (1989). Teilnehmende Beobachtung in prekären Handlungssituationen. Das Beispiel Intensivstation. In R. Aster (Hrsg.): Teilnehmende Beobachtung.Werkstattberichte und methodologische Reflexionen (S. 35-55). Frankfurt am Main: Campus.
Seminar Termine:
19.03.2013
09.04.2013
07.05.2013
14.05.2013
28.05.2013
04.06.2013
11.06.2013
25.06.2013
jeweils von 16.45 bis 19.15 Uhr
Literaturangaben:
Fischer, G. & Riedesser, P. (2009). Lehrbuch der Psychotraumatologie. Stuttgart: UTB.
Lasogga, F. & Gasch, B. (2008). Notfallpsychologie. Lehrbuch für die Praxis. Heidelberg: Springer.
Hausmann, C. (2010). Notfallpsychologie und Traumabewältigung. Ein Handbuch. Wien: Facultas.
Münker-Kramer, E. & Lasogga, F. (2009). Psychosoziale Notfallhilfe. Edewecht: Stumpf und Kossendey.
Seminar Termine:
19.03.2013; 17.00 - 21.15 Uhr
30.04.2013; 17.00 - 21.00 Uhr
07.05.2013; 17.00 - 21.00 Uhr
Dominik Mihalits & Benedict Stacke: SE „Lektüreseminar“
Das Lektüreseminar steht allen SFU-Studierenden offen und soll ein Raum sein, gemeinsam mit Kommilitonen, sich Studieninhalten der Psychologie zu widmen, die im Curriculum nicht zur Sprache kommen. Alle Teilnehmenden des Seminars können ein Thema ihrer Wahl nennen, das sie im Kreis mit ihren Kommilitonen anhand von wissenschaftlichen Studien oder theoretischen Grundlagentexten diskutieren wollen. Die gemeinsam selektierten Werke werden unseren thematischen Schwerpunkt für das Semester bilden. Die unten angeführte Literaturliste ist demnach exemplarisch, welche Themen tatsächlich zur Diskussion kommen, obliegt den Teilnehmern natürlich selber!Inhalt:
