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Sigmund Freud PrivatUniversität Wien

Forschung - Überblick




Die Forschungsplanung der noch jungen Privatuniversität war zunächst
hauptsächlich ressourcenorientiert, die Forschungsaktivitäten fanden daher entlang
der Abteilungen der Privatuniversität und der dort versammelten Ressourcen statt.
So wurden Projekte und wissenschaftliche Arbeiten im Rahmen der Abteilungen
neurowissenschaftliche Grundlagen in der Psychotherapie, für Kinder- und
Jugendlichenpsychotherapie, für Transkulturelle und wissenschaftsgeschichtliche
Forschungen in der Psychotherapie, für Psychotherapie im Gesundheitswesen und
Doktoratsstudiengang jeweils zu Themen durchgeführt, die durch die
Hauptfragestellungen des betreffenden Bereichs vorgegeben sind.

Wie im Folgenden zu lesen ist, haben alle Abteilungen Forschungsarbeit geleistet. Als ein Schwerpunkt 2006 - 2008 hat sich die Erforschung des Messie-Syndroms ergeben, aus der sich zwei deutschsprachige (D, A, CH) Messie-Tagungen ergaben, Bakkalaureats- und Diplomarbeiten entstanden und schließlich auch ein Buch als Ergebnis der bisherigen Arbeit im Springer Verlag herauskam.
Erfreulich war besonders, dass Studierende in dieses Projekt sehr aktiv miteinbezogen wurden und ihr Interesse an der wissenschaftlichen Arbeit geweckt werden konnte.

Die SFU muss als einerseits noch junge und andererseits als ausschließlich privat finanzierte Einrichtung Forschungsgelegenheiten wahrnehmen, die an die SFU herangetragen werden und sich nicht in einen Schwerpunkt bündeln lassen.
Trotzdem kristallisiert sich eine eigene Gesamtlinie heraus, ausgehend von der besonderen Situation der SFU, die die Möglichkeit der schulenübergreifenden Forschung eröffnet, die über die schulenspezifische Wirksamkeitsforschung hinausgeht und die Wirkung des differenziellen Zuganges und Prozesses verschiedener Therapieverfahren in den Mittelpunkt des Interesses rückt.


Forschungspreise:

Zwei Studentinnen konnten für das Projekt der Erforschung des Messie Syndroms bereits 2006/07 den Marianne Ringler Forschungsförderungspreis gewinnen.

Für dieses Forschungsprojekt wurde dem Projektteam unter der Leitung von Prof. Pritz und Dr. Vykoukal 2008 der Gesundheitspreis der Stadt Wien verliehen.

Zwei MitarbeiterInnen des Studienganges Doktorat für Psychotherapiewissenschaft, Dr. Diana Braakmann und Dr. Omar Gelo, konnten 2008 mit ihrer Arbeit „Are there different ways of achieving psychotherapeutic outcome?“ ebenfalls den Marianne Ringler Forschungsförderungspreis erhalten.


Ambulanz:

Die universitätseigene Ambulanz ergibt als Einrichtung mit ca 700 Patientenstunden
pro Woche eine wertvolle Forschungsquelle. Einerseits um phänomenologische
Schwerpunkte zu verfolgen, andererseits um Konzepte zu entwickeln, die abseits von
der bereits vielfach betriebenen Outcomeforschung unterschiedlicher
Psychotherapeutischer Schulen, sich der differentiellen Wirkungsweise, dem
unterschiedlichen Zugang, den unterschiedlichen Prozessen im Vergleich widmen.
Diese Forschungsarbeit kann speziell die Sigmund Freud PrivatUniversität leisten, da
sie als einzige Institution die verschiedenen psychotherapeutischen Schulen unter
einem Dach lehrt und in der Ambulanz anbietet.
Die Differenz aufzuzeigen, die unterschiedlichen Wege, auf denen Therapieerfolg
erzielt wird, ist eine Herausforderung für die Forschungspraxis an der
Privatuniversität.
Ein entsprechendes Forschungsprojekt wurde in Zusammenarbeit mir der Abteilung
Ambulanz und Doktoratsstudium entwickelt und im Bericht dargestellt.
Ein weiterer Schwerpunkt, der sich aus der Ambulanzeinrichtung ergibt, ist die
phänomenologische Forschung.
In den letzten Jahren entstand eine intensive Auseinandersetzung mit dem
Phänomen, der Diagnostik, Therapie und Kulturgeschichte eines bestimmten
Störungsbildes, dem Messie-Syndrom, einem pathologischen Sammel- und
Vermüllungssyndrom.
Aus dieser Forschungsarbeit haben sich bereits zwei vielbeachtete Tagungen und
die Herausgabe eines Buches (Pritz, Vykoukal, Reboly, Agdari (Hrsg): Das Messie
Syndrom; Springer Wien New York, 2008) ergeben. Mit Frau Reboly und Frau Agdari
als Mitherausgeberinnen wurden bereits Studierende der SFU sehr aktiv in das
Projekt miteinbezogen.


Kooperationen und Netzwerke:

Die SFU konnte im Rahmen ihrer Forschungstätigkeit wichtige Kooperationspartner
gewinnen, die zum einen als Drittmittelgeber und Auftraggeber an speziellen
Ergebnissen interessiert sind, zum anderen durch das zur Verfügungstellen ihrer
Einrichtungen und Fachkräfte Forschungsprojekte sponsern.
So entstanden interessante Ergebnisse in der Abteilung für neurowissenschaftliche
Grundlagen in der Psychotherapie durch die Kooperation mit der Akademie der
Wissenschaften, deren Institut für Schallforschung seine Labors und fachliche
Unterstützung bereitstellte. Dadurch konnte neuen Fragestellungen nachgegangen
werden, die sich mit Stimmanalysen und deren Relevanz für die
psychotherapeutische Arbeit beschäftigen.
Ebenso wurde die Studie einer neuartigen Biofeedbackanordnung möglich gemacht,
indem der extern entwickelte Prototyp des Gerätes vom Entwickler zur Verfügung
gestellt wurde.
Die Studie in Zusammenarbeit mit dem Krankenhaus Lainz über die Wirksamkeit von
Chitolin wurde von einer Pharmafirma in Auftrag gegeben und die SFU
miteinbezogen.


Publikationstätigkeit:

Im Zeitraum 2005 bis 2009 wurden von unseren MitarbeiterInnen 14 Bücher veröffentlicht, vier weiter sind in Vorbereitung.
Im gleichen Zeitraum entstanden 53 Publikationen, elf sind im Druck.


Abschlussarbeiten:

Eine weitere wichtige Möglichkeit, Projekte und Forschungsfragen zu bearbeiten,
stellen die Bakkalaureats-, Magisterarbeiten und Dissertationen dar.

Darstellung von Forschungsprojekten:

Zur Darstellung von Forschungsergebnissen und Forschungsvorhaben wurde 2008 ein monatlich stattfindendes Kolloquium eingeführt, zu dem alle MitarbeiterInnen und StudentInnen eingeladen werden. Dies ermöglicht einerseits, dass alle Interessierten sich über die Forschungstätigkeit der SFU informieren können, andererseits ist es eine Gelegenheit für Studierende oder AbsolventInnen Ihre Forschungsarbeiten einem Publikum vorstellen zu können.


Drittmittelprojekte:

Es ist auch gelungen, Drittmittel für Forschungsvorhaben einzuwerben,
bzw. drittmittelfinanzierte Projekte gemeinsam mit Kooperationspartnern abzuschließen.
Drittmittel werden ausschließlich für das jeweilige Forschungsprojekt verwendet.

In der Abteilung Doktoratsstudium beschäftigt sich ein Projekt mit den Auswirkungen
des schweren Lawinenunglücks in Galtür, im Auftrag der UNESCO-Kommission für
das das Land Tirol finanzielle Unterstützung zur Verfügung stellt.

In Kooperation mit dem Forschungsinstitut des Wiener Roten Kreuzes läuft ein
Projekt zur Entwicklung einer Forschungsmethodik zur Erfassung individueller und
kollektiver Bedrohungswahrnehmungen in der Bevölkerung, das Projekt „SALOMON“.
Es ist beauftragt vom Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie
und wird unter Leitung des Forschungsinstituts des Wiener Roten Kreuzes in
Kooperation mit der Sigmund Freud PrivatUniversität durchgeführt.

Ein Projekt im Rahmen der Abteilung Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie gemeinsam mit der Abteilung Gesundheitswesen wurde ein projekt zum Thema
Fremdbetreuung von Kindern im Alter bis zu drei Jahren von der Firma Fisher Price finanziert.

Im Rahmen des EU Programmes Leonardo da Vinci unter der Leitung von Univ.- Prof Guttmann für die SFU wird ein Projekt zum Thema: Lifelong Learning Programme:
Instruments for Assessment of wider competences IAWC durchgeführt.
Agreement Number – LLP-LdV-TOI-2008-LI 164.603
Koordinator ist die Stiftung Erwachsenenbildung Liechtenstein

Im Bereich Sicherheitsforschung ergab sich der größte Anteil der Drittmittelfinanzierung:

1.) aus den europäischen Forschungsprogrammen, insbesondere aus dem EU - Forschungsrahmenprogramm, gewonnene Projekte (geordnet nach Projektbeginn):

a) CPSIS:

b) CAST: “Comparative assesment of security – centred training curricula for first responders on disaster management in the EU”

Ist das “flagship project” im „first call“ des 7ten Forschungsrahmenprogrammes der EU, Themengruppe 10 “Security”

2.) aus den österreichischen Forschungsprogrammen, gewonnene Projekte:

aus dem KIRAS Programm (geordnet nach Projektbeginn):

a) Salomon
b) Salomon Next Step
c) Institut für Sicherheitsforschung an der SFU
Eingereichtes Projekt: 821708, KIRAS PL4,4:SFI@SFU

3.) Auftragsforschung auf hoheitlichen Auftrag:

a) Risikoakzeptanz (Auftrag durch Technologie und Forschungssektion/Stabstelle Sicherheitsforschung und Technologietransfer des BMVIT)

b) Terrorgefährdung von technisch nicht gesicherten Bahnübergängen (Auftrag durch Verkehrsinfrastruktursektion gemeinsam mit ÖBB, Raaber Bahn und GKf, Graz Köflacher Verkehrsbetriebe)





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